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Thema: Komme mit meinen Problemen nicht mehr klar, bin ich krank?

  1. #1
    Tommy5456
    Gast

    Standard Komme mit meinen Problemen nicht mehr klar, bin ich krank?

    Hallo, ich bin 17 Jahre und kann einfach nicht mehr.

    In meinem Leben läuft alles schlecht, ich habe keine Freude mehr im Leben und ständig begleitet mich ein Gefühl, dass ich irgendetwas arbeiten müsste.

    Ich kann einfach nicht entspannen, ich bin immer müde, durchgehend. 24 Stunden lang, ich kann schlafen soviel ich will, ich bin immer müde.

    Ich komme einfach nicht mit meinem Leben klar, zwar sind meine Wohnverhältnisse nicht schlecht, aber meine Beziehung zu meiner Mutter ist nicht gut. Ich finde, dass ich ganz alleine im Leben darstehe und meine Mutter meine Probleme nicht versteht.

    Ein wichtiges Problem von mir ist, dass ich Angst habe allein darzustehen. Meine Mutter hatte Leukämie, zwar überstanden, aber trotzdem ist das Leben dadurch schwerer. Mein Papa hatte einen schweren Herzinfarkt und hat nur knapp überlebt, auch daran muss ich sehr oft denken.

    Meine Patentante, meine wichtigste Bezugsperson nach meinen Eltern, ist auch gestorben vor einem Jahr. Obwohl Sie eine neue Lunge bekommen hat, nach einer Erbkrankheit hat sie weiter geraucht und so denn Prozess verschlimmert. Und schließlich starb sie dann auch, wenn auch nicht an einem Lungenversagen, etc.

    Es hieß immer wenn meiner Mutter etwas passieren sollte, dann wären ja noch mein Vater und meine Tante für mich da, und jetzt habe ich meine Tante verloren und mein Papa hatte einen schweren Herzinfarkt und ich habe ständig die Sorge, dass es wieder Probleme gibt mit dem Herz.

    Vor allem weil er sich meiner meinung nach ungesund ernährt, und mit ihm kann man nicht wirklich reden, da er den Problemen aus dem Weg geht. Manchmal meint er nur, dass er dann halt umfällt und es vorbei ist, doch eigentlich weiß ich ganz genau, dass er selber Angst davor hat.


    Mein erster Opa ist schon lange tot, und auch mein zweiter Opa hatte jetzt schon drei Schlaganfälle und es tut einfach nur weh, ihn so ansehen zu müssen. Meine Oma leidet auch darunter und ist mit 78 Jahren auch schon sehr alt.

    Da meine Eltern mcih sehr spät bekommen haben, habe ich seit eh und je Angst davor, dass sie irgendwann nicht mehr da sind.


    Zudem sind auch meine beiden Hunde schon sehr alt, und auch da habe ich jeden tag Angst diese zu verlieren.


    In der Schule läuft es auch überhaupt nicht mehr gut, obwohl ich auf dem Gymnasium ein guter Schüler war und in der ersten und zweiten Klasse der nächsten Schule jeweils super war, in der ersten Klasse sogar einen ausgezeichneten Erfolg hatte.

    Jetzt in der dritten Klasse bin ich total schlecht, ich kann einfach nicht mehr, ich kann machen was ich will, ich schreibe keine guten Noten mehr. Viel schwieriger ist es aber für mich, mich irgendwie zu motivieren, ich will nur noch schlafen und habe keinerlei Antrieb.Früher habe ich sogar gerne gelernt oder auch andere Tätigkeiten gemacht, aber jetzt geht es einfach nicht mehr.

    Ich weiß einfach nicht was ich machen soll, denn ich sehe ja meine Lage.


    Ich habe jeden Tag Angst, Angst vor neuen schlechten Noten oder neuen krankheiten. In meinem Umfeld erkranken immer soviele Personen, dass ich seit ich 11 bin vermutlich schon jegliche Anzeichen von Krankheiten kenne.


    Ich habe sehr oft unerklräliche Bauschschmerzen oder Kopfschmerzen.

    Ich weiß nicht, aber ich habe gestern zufällig einen Beitrag über Burn-out-Syndrom gelesen und habe auch Angst, dass ich daran erkrankt sein könnte.


    Ich habe soviel Pech im Leben, in der Schule und überall...nichts im Leben bereitet mir mehr große Freude. Wie soll es nur weitergehen?

    Ich erwarte von mir selber immer gute Leistungen, ich stecke mir hohe Ziele und denke z.B über eine schlechte Note noch wochenlang nach und trauere, etc.

    Ich habe immer Versagensängste, dass ich andere enttäusche, etc.

    So ein Druck unbedingt einen guten Schulabschluss zu bekomemn, damit ich irgendwann meine Berufwunsc ausleben kann.

    Man, ich kann einfach nicht mehr und weiß nicht was ich noch tun soll...

  2. #2
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    none
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    Standard AW: Komme mit meinen Problemen nicht mehr klar, bin ich krank?

    Hi Thommy,

    Gut dass Du diesen Hilferuf abgesendet hast.

    Du steckst wirklich in keiner angenehmen Situation. Und da ist es wichtig mal darüber offen zu sprechen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Und eine gewisse Anonymität, wie hier, kann da auch hilfreich sein. Du kannst quasi sagen was Du willst; Sollst es auch.

    Die Krankenheiten in Deiner Familie sind sehr bedauerlich. Das kenne ich auch. Meine Tante ist an Lungenkrebs gestorben, mein Opa auch, mein Onkel an Leberzirrose, mein anderer Onkel hat auch nur noch eine Lunge. Alles aus bekannten Gründen, die ich Dir sicherlich nicht mehr erläutern muß.

    Bei Dir kommt noch hinzu, dass Du nicht nur verständlicherweise Angst hast selber zu erkranken. Nein, Du stehst vielleicht in zukunft allein da. Und dann? Wie sollst Du das schaffen? Was wird aus Deiner Karriere?

    Ich kann mit meiner Mutter auch nicht so gut. Aber wenn es um wirklich ernste Probleme geht, weiß ich dass sie immer ein offenes und verständnisvolles Ohr für mich hat. Ich denke, dass das in Deinem Fall ähnlich sein wird. Oder?

    Dann rede mal mit Ihr darüber, was Du hier herein geschrieben hast. Denn die gesundheitlichen Probleme Deiner Familie führen ja erst zu den Deinen. Ja sie sind so groß, dass Du ja schon Anwandlungen einer Depression bekommst.

    Die Zukunftsangst, irgend wann allein da zu stehen, in Verbindung mit dem schulischen Druck macht Dir offenbar schwer zu schaffen. Ja es führt sogar schon dazu, dass Deine schulischen Leistungen darunter leiden und Du Dich sozial zurückziehst.

    Aber weisst Du was: Auf mich machst Du einen wirklich intelligenten und cleveren Eindruck. Und wenn Du ehrlich bist, weisst Du das auch.

    Und was heißt das?

    Das heißt, Du bist in der Lage all die Schwierigkeiten in Deinem Leben zu meistern. Du wirst sehen.

    Das geht aber nur, wenn Du da jetzt ganz aktiv herangehst. Also ich würde an Deiner Stelle folgendermaßen handeln:

    Mit meiner Mutter würde ich über meine Zukunftspläne sprechen (Schule, STudium, Stipendium !!!!) und ganz sachlich die familiäre Situation ansprechen. Und dass es mich unheimlich ängstigt irgendwann ohne Unterstützung (und sei es auch nur menschlich) da zu stehen. Und dann wird sich bestimmt einiges ändern, weil Deine Mama auch nur das beste für Dich will. Mit ändern meine ich, dass ihr zusammen euren Weg geht und nicht nebeneinander her. Nur so wirst Du für die Zukunft gewappnet sein. Eine Zukunft, die Du nur bedingt ändern kannst. Du musst das so akzeptieren und das beste draus machen. Du glaubst nicht wieviel Kraft man aus familiärem Zusamenhalt schöpfen kann.

    Dann würde ich mal zu meinem Hausarzt gehen und ihm alles erzählen was Du uns hier erzählt hast. Und vielleicht sieht er auch, dass es wichtig ist Deine Lage ernst zu nehmen. Es kann sein, dass er sieht, dass Du dabei bist in eine Depression abzugleiten. Du verstehst sicher, dass man dem frühzeitig vorbeugen sollte, damit sich Deine Situation nicht noch verschlimmert.

    Da Du ja selber ein großes und auch nachvollziehbares Interesse hast, dass Deine Noten weiterhin gut sind, kannst du doch sicher verstehen, dass das der beste Weg ist.

    Wichtig ist auch, dass Du mit dem Arzt mit der Fixierung auf Krankheiten sprichst, die in Deiner Lage für jedermann verständlich ist. Ich bin kein Psychologe, habe aber ein ganz gutes Maß an Lebenserfahrung. Und mit diesem Hintergrund kann ich Dir nur raten: Wenn der Arzt Dir eine Therapie empfiehlt, und dies von der Krankenkasse bezahlt wird, dann ergreife diese Chance.

    Es ist wirklich eine Chance, weil Du dann viel mehr über Dich selber lernst als Du glaubst. Und all das befähigt Dich all die Herausforderungen, denen Du noch bevorstehst souverän zu meistern.

    Schließlich würde ich Dir noch empfehlen, mit Eurem Vertrauenslehrer zu sprechen. Und ihm zu schildern, dass Du Dir den Leistungsabfall nicht recht erklären kannst. Du Dich seit geraumer Zeit ständig müde und schlaff fühlst. Und dass Du ein großes Bedürfnis hast Dich zurück zu ziehen. Und dass Dir Deine fämiliäre Situation schwer zu schaffen macht. Ich denke auch er wird Dir dann noch ein paar gute Tips geben.

    Ach ja. Zu den gesundheitlichen Problemen in der Familie kann ich Dir nur folgenden Rat geben:

    Nutze es auch als Chance für Dich und Dein zukünftiges Leben. Rauche nicht, Trinke nur in Maßen, bewege Dich und ernähre Dich gut.
    Dann wollen wir doch mal sehen, ob Du auch krank wirst.
    Also ich denke nicht, dass du ein Hypochonder bist oder zu einem wirst. Aber es kann sein, dass das noch einmal kommen wird. Deshalb nutze Deine ohnehin schon gut ausgeprägte Gabe zur Selbstbeobachtung auch in dieser Hinsicht.
    Es hat natürlich viel mit Ängsten zu tun, für die Du natürlich besonders empfänglich bist. Was Du auch weisst, oder? O.k. Dann sind wir doch bestens gerüstet. Beschäftige Dich mit diesen Ängsten. Lies mal was darüber. Sprich mit anderen, die vielleicht in ähnlichen Verhältnissen leben.
    Also ich für meinen Teil habe keine Ängste, trotz der vielen Toten in meiner Familie. Aber ich mach auch keinen Scheiß und Rauche, Trinke oder ess zu viel Fett. Ich bringe höchstens meinen ständig nervenden Nachbarn irgendwann mal um.
    Geändert von Am_Ende (14.12.2010 um 18:03 Uhr)

  3. #3
    sylvie_78
    Gast

    Standard AW: Komme mit meinen Problemen nicht mehr klar, bin ich krank?

    hallo tommy,

    ich denke nicht, dass du wirklich krank bist. du steckst in einer wirklich schwierigen lage, dein leben ist nicht leicht zur zeit und du hast das gefühl, dass alles um dich herum zusammenbricht - völlig verständlich. es ist ganz normal, dass du dich antriebslos und niedergeschlagen fühlst, wenn du in ständiger angst um die menschen, die du liebst, leben musst. dass sich das in bauch- und kopfschmerzen bemerkbar macht, ist denke ich nichts ungewöhnliches.

    weisst du, so schlimm das ist, es ist von der natur nun einmal so vorgesehen, dass unsere eltern und großeltern vor uns von dieser welt gehen müssen. natürlich wünscht man sich, dass dies so spät wie möglich passiert, und es ist schlimm, wenn man wie du, diese menschen immer durch krankheit verliert. aber irgendwann kommt für jeden dieser zeitpunkt, damit muss man sich leider abfinden.

    ich würde dir raten, dir professionelle hilfe zu holen. ich meine damit nicht, dass du sofort zu einem psychiater rennen sollst. eine gesprächstherapie bei einem therapeuten, der auf dinge wie zukunftsängste spezialisiert ist, würde sicher reichen. da kann dir sicher dein hausarzt helfen, jemanden zu finden.

    ich war genau so alt wie du jetzt, als meine oma gestorben ist. ich hatte auch das gefühl, dass alles aus den fugen gerät, dass ich ganz allein bin. ich hatte zwar freunde und eltern, aber mit denen konnte ich irgendwie nicht über meine ängste reden. ich dachte auch, dass ich die schule nicht schaffe und meine freunde es nicht ernst mit mir meinen, hatte keine energie für nichts. mir hat die gesprächstherapie sehr geholfen, meine ängste in den griff zu bekommen. und danach hatte ich auch wieder mehr energie für die schule und andere aktivitäten.

    hast du denn gute freunde, denen du dich anvertrauen kannst?

    ich hoffe, ich konnte dir ein bißchen helfen. du stehst nicht alleine mit deinen ängsten da, so wie dir geht es viel mehr jungen leuten als du denkst!

  4. #4
    Tommy5446
    Gast

    Standard AW: Komme mit meinen Problemen nicht mehr klar, bin ich krank?

    Zitat Zitat von Am_Ende Beitrag anzeigen
    Hi Thommy,

    Gut dass Du diesen Hilferuf abgesendet hast.

    Du steckst wirklich in keiner angenehmen Situation. Und da ist es wichtig mal darüber offen zu sprechen. Ich kenne das aus eigener Erfahrung. Und eine gewisse Anonymität, wie hier, kann da auch hilfreich sein. Du kannst quasi sagen was Du willst; Sollst es auch.

    Die Krankenheiten in Deiner Familie sind sehr bedauerlich. Das kenne ich auch. Meine Tante ist an Lungenkrebs gestorben, mein Opa auch, mein Onkel an Leberzirrose, mein anderer Onkel hat auch nur noch eine Lunge. Alles aus bekannten Gründen, die ich Dir sicherlich nicht mehr erläutern muß.

    Bei Dir kommt noch hinzu, dass Du nicht nur verständlicherweise Angst hast selber zu erkranken. Nein, Du stehst vielleicht in zukunft allein da. Und dann? Wie sollst Du das schaffen? Was wird aus Deiner Karriere?

    Ich kann mit meiner Mutter auch nicht so gut. Aber wenn es um wirklich ernste Probleme geht, weiß ich dass sie immer ein offenes und verständnisvolles Ohr für mich hat. Ich denke, dass das in Deinem Fall ähnlich sein wird. Oder?

    Dann rede mal mit Ihr darüber, was Du hier herein geschrieben hast. Denn die gesundheitlichen Probleme Deiner Familie führen ja erst zu den Deinen. Ja sie sind so groß, dass Du ja schon Anwandlungen einer Depression bekommst.

    Die Zukunftsangst, irgend wann allein da zu stehen, in Verbindung mit dem schulischen Druck macht Dir offenbar schwer zu schaffen. Ja es führt sogar schon dazu, dass Deine schulischen Leistungen darunter leiden und Du Dich sozial zurückziehst.

    Aber weisst Du was: Auf mich machst Du einen wirklich intelligenten und cleveren Eindruck. Und wenn Du ehrlich bist, weisst Du das auch.

    Und was heißt das?

    Das heißt, Du bist in der Lage all die Schwierigkeiten in Deinem Leben zu meistern. Du wirst sehen.

    Das geht aber nur, wenn Du da jetzt ganz aktiv herangehst. Also ich würde an Deiner Stelle folgendermaßen handeln:

    Mit meiner Mutter würde ich über meine Zukunftspläne sprechen (Schule, STudium, Stipendium !!!!) und ganz sachlich die familiäre Situation ansprechen. Und dass es mich unheimlich ängstigt irgendwann ohne Unterstützung (und sei es auch nur menschlich) da zu stehen. Und dann wird sich bestimmt einiges ändern, weil Deine Mama auch nur das beste für Dich will. Mit ändern meine ich, dass ihr zusammen euren Weg geht und nicht nebeneinander her. Nur so wirst Du für die Zukunft gewappnet sein. Eine Zukunft, die Du nur bedingt ändern kannst. Du musst das so akzeptieren und das beste draus machen. Du glaubst nicht wieviel Kraft man aus familiärem Zusamenhalt schöpfen kann.

    Dann würde ich mal zu meinem Hausarzt gehen und ihm alles erzählen was Du uns hier erzählt hast. Und vielleicht sieht er auch, dass es wichtig ist Deine Lage ernst zu nehmen. Es kann sein, dass er sieht, dass Du dabei bist in eine Depression abzugleiten. Du verstehst sicher, dass man dem frühzeitig vorbeugen sollte, damit sich Deine Situation nicht noch verschlimmert.

    Da Du ja selber ein großes und auch nachvollziehbares Interesse hast, dass Deine Noten weiterhin gut sind, kannst du doch sicher verstehen, dass das der beste Weg ist.

    Wichtig ist auch, dass Du mit dem Arzt mit der Fixierung auf Krankheiten sprichst, die in Deiner Lage für jedermann verständlich ist. Ich bin kein Psychologe, habe aber ein ganz gutes Maß an Lebenserfahrung. Und mit diesem Hintergrund kann ich Dir nur raten: Wenn der Arzt Dir eine Therapie empfiehlt, und dies von der Krankenkasse bezahlt wird, dann ergreife diese Chance.

    Es ist wirklich eine Chance, weil Du dann viel mehr über Dich selber lernst als Du glaubst. Und all das befähigt Dich all die Herausforderungen, denen Du noch bevorstehst souverän zu meistern.

    Schließlich würde ich Dir noch empfehlen, mit Eurem Vertrauenslehrer zu sprechen. Und ihm zu schildern, dass Du Dir den Leistungsabfall nicht recht erklären kannst. Du Dich seit geraumer Zeit ständig müde und schlaff fühlst. Und dass Du ein großes Bedürfnis hast Dich zurück zu ziehen. Und dass Dir Deine fämiliäre Situation schwer zu schaffen macht. Ich denke auch er wird Dir dann noch ein paar gute Tips geben.

    Ach ja. Zu den gesundheitlichen Problemen in der Familie kann ich Dir nur folgenden Rat geben:

    Nutze es auch als Chance für Dich und Dein zukünftiges Leben. Rauche nicht, Trinke nur in Maßen, bewege Dich und ernähre Dich gut.
    Dann wollen wir doch mal sehen, ob Du auch krank wirst.
    Also ich denke nicht, dass du ein Hypochonder bist oder zu einem wirst. Aber es kann sein, dass das noch einmal kommen wird. Deshalb nutze Deine ohnehin schon gut ausgeprägte Gabe zur Selbstbeobachtung auch in dieser Hinsicht.
    Es hat natürlich viel mit Ängsten zu tun, für die Du natürlich besonders empfänglich bist. Was Du auch weisst, oder? O.k. Dann sind wir doch bestens gerüstet. Beschäftige Dich mit diesen Ängsten. Lies mal was darüber. Sprich mit anderen, die vielleicht in ähnlichen Verhältnissen leben.
    Also ich für meinen Teil habe keine Ängste, trotz der vielen Toten in meiner Familie. Aber ich mach auch keinen Scheiß und Rauche, Trinke oder ess zu viel Fett. Ich bringe höchstens meinen ständig nervenden Nachbarn irgendwann mal um.
    Wow, danke für diesen Beitrag!

    Damit hast du mir sehr geholfen, ich bin genauso wie du, ich bin total gegen das Rauchen ( meine Eltern haben auf Druck von mir damit aufgehört bzw. nur auf dem Balkon geraucht ), trotzdem habe ich in meiner Kindheit in den ersten Jahren wohl Rauch abbekommen, dass ist auch ein Grund wieso es oft Streit mit meinen Eltern gab. Jetzt habe ich meine eigene Wohnung, auch aufgrund der Schule vor allem, da ich sonst immer 1 Stunde in die Schule brauche und das ging alles nicht mehr. Diese Wohnung hat meine Mutter geerbt.

    Es ist wirklich so, auch wenn es oft Streit gibt, weiß ich, dass sie immer zu mir stehen wird, auch mein Vater. wenn ich mit ihnen streite tut es mir sofort dannach schon wieder total leid.

    Ich trinke keinen Alkohol und rauche nicht und betreibe auch Sport ( ich war früher Fussballer, aktiver, musste dann aufhören, weil ich den Umstieg aufs Gymnasium schwer verkraftete und hörte zwei Jahre auf, und zum Schluss ging es sich mit der Schule nicht mehr aus von den Schulzeiten ( wegen dem Schulweg auch vor allem ).

    Jetzt bin ich aber seit Sommer Schiedsrichter, und würde da sehr, sehr gerne auch weiter hoch kommen Bin also fest in Bewegung und allgemein sehr sportlich, auch von meinem vater kommend. Ich war ein großes Talent im Fussball, aber hab es auch ziemlich weggeworfen, dadurch, dass ich aufgehört habe. Auch das macht mich oft nachdenklich, aber durch den neuen Weg bin ich auch da zuversichtlich.


    Ich habe nicht wirklich Angst selbst krank zu werden, ich war schon zweimal beim Lungenarzt, damit ich auch ganz sicher sein kann, dass alles okay ist.

    Mein Vorteil war es, dass ich als Kind kaum zu Hause war, da ich den ganzen Tag immer mit Freunden Fussball spielen war, und als ich draufkam mit 11 oder 12 wie "Scheiße" das Rauchen ist, habe ich es meinen Eltern ausgetrieben.

    und jetzt bekomme ich sowieso keinen Rauch mehr ab. Der Lungenarzt hat gemeint, dass ich keinerlei Schäden habe, etc.

    Ich denke, dass du ganz genau wie ich Zigaretten hasst. Denn oft zerstören die ganze Familien. Mein Opa ist an Lungenkrebs gestorben, wie bei dir. Und über meine Tante habe ich ja schon geschrieben.

    Ich hatte eine Phase wo ich dachte, jeder Knoten ist Krebs, etc..aber die ist eigentlich vorbei, manchmal denke ich mir, wenn es so kommt, dann ist es halt so und dann ist vorbei.


    Ich habe irgendwie Angst die Schwäche zu zeigen und zu einem Therapeuten zugehen, oder mit meiner Mutter kann man irgendwie nicht so gut reden, mit meinem vater sowieso nicht und ansonsten weiß ich einfach niemanden bei dem ich mein Herz ausschütten kann.


    Freunde habe ich schon gute, aber mit denen möchte ich eigentlich nicht über diese Probleme reden.

    Und wegen des Vertrauenslehrer weiß ich gar nicht, ist damit der Klassenvorstand gemeint? Denn mit unserem Klassenvorstand komme ich nicht so gut zurecht, ich bin zwar höflich, aber ich mag einfach ihre Art nicht.

    Vor allem wegen einem Vorfall in der ersten Klasse, da ich ja vom Gymnasium kam war für mich Englisch total leicht in der ersten Klasse, und ich kam drann bei einer Wiederholung und musste erklären wie die Pronomen, etc. in Englisch verwendet werden oder so^^.

    Ich konnte es auch, nur nicht auf die Art erklären wie sie es uns erklärte, sondern so wie ich es im gymnasium gelernt hatte und dann sah ich enttäuscht und missverstanden aus dem fenster und sie meinte:

    "Sieh nicht so dumm aus dem Fenster", hättest du etwas gelernt...und nach der Stunde meinte sie, dass ich nicht denken sollte, dass ich alles kann, etc.

    Seitdem ist sie bei mir sowieso untendurch, leider habe ich sie ab heuer auch noch als Klassenvorständin und nun auch noch in Geschichte :=(

    Aber ich bleibe halt höflich und nett, aber ich merke auch, dass sie mich überhaupt nicht mag.

    Du hast aber recht, irgendwie ist es für mich am besten, wenn ich alleine daheim bin und ich niemanden etwas beweisen muss. Alleine zu sein ist am leichtesten, obwohl ich mich wenn ich mit Freunden treffe auch wohlfühle oder in der Schule habe ich viele Freunde.

    Nur so stehe ich überhaupt nicht gerne in der Öffentlichkeit, dass war früher ganz anders. Früher war ich ganz und gar nicht schüchtern, sondern sehr aufgeweckt, aber jetzt bin ich eher schüchtern, erst wenn ich leute gut kenne bin ich wieder normal, also auch witzig.


    lg

  5. #5
    Tommy4565
    Gast

    Standard AW: Komme mit meinen Problemen nicht mehr klar, bin ich krank?

    Zitat Zitat von sylvie_78 Beitrag anzeigen
    hallo tommy,

    ich denke nicht, dass du wirklich krank bist. du steckst in einer wirklich schwierigen lage, dein leben ist nicht leicht zur zeit und du hast das gefühl, dass alles um dich herum zusammenbricht - völlig verständlich. es ist ganz normal, dass du dich antriebslos und niedergeschlagen fühlst, wenn du in ständiger angst um die menschen, die du liebst, leben musst. dass sich das in bauch- und kopfschmerzen bemerkbar macht, ist denke ich nichts ungewöhnliches.

    weisst du, so schlimm das ist, es ist von der natur nun einmal so vorgesehen, dass unsere eltern und großeltern vor uns von dieser welt gehen müssen. natürlich wünscht man sich, dass dies so spät wie möglich passiert, und es ist schlimm, wenn man wie du, diese menschen immer durch krankheit verliert. aber irgendwann kommt für jeden dieser zeitpunkt, damit muss man sich leider abfinden.

    ich würde dir raten, dir professionelle hilfe zu holen. ich meine damit nicht, dass du sofort zu einem psychiater rennen sollst. eine gesprächstherapie bei einem therapeuten, der auf dinge wie zukunftsängste spezialisiert ist, würde sicher reichen. da kann dir sicher dein hausarzt helfen, jemanden zu finden.

    ich war genau so alt wie du jetzt, als meine oma gestorben ist. ich hatte auch das gefühl, dass alles aus den fugen gerät, dass ich ganz allein bin. ich hatte zwar freunde und eltern, aber mit denen konnte ich irgendwie nicht über meine ängste reden. ich dachte auch, dass ich die schule nicht schaffe und meine freunde es nicht ernst mit mir meinen, hatte keine energie für nichts. mir hat die gesprächstherapie sehr geholfen, meine ängste in den griff zu bekommen. und danach hatte ich auch wieder mehr energie für die schule und andere aktivitäten.

    hast du denn gute freunde, denen du dich anvertrauen kannst?

    ich hoffe, ich konnte dir ein bißchen helfen. du stehst nicht alleine mit deinen ängsten da, so wie dir geht es viel mehr jungen leuten als du denkst!

    Auch hier, danke.

    Aber ich habe irgendwie Angst vor dem Schritt zum Arzt.

    Ich war erst vor kurzem bei meinem hausarzt wegen einem sportlichen Attest, dass ich gebraucht habe. Und was würde der sich denken, wenn ich jetzt komme und sage, dass ich psychische Probleme habe?

    Ich weiß nicht, ob er der richtige Arzt ist, ich habe mit ihm ein gutes Gespräch gehabt als ich das Attest holte und er mich untersucht hat. Und jetzt dann mit so etwas vorbeikommen? Das wäre ja auch sehr beschämend.

    Allgemein habe ich Angst, anderen Leuten Einblick in mein Leben zu geben, ich versuche es oft besser darzustellen als es ist.

    So von den Wohnverhätlnisse weiß ich, dass es mir nicht schlecht geht und ich wirklich alles habe, alleine, dass ich eine eigene Wohnung habe ( okay, auch wenn wir sie geerbt haben ), aber dass ich sie zur Verfügung gestellt bekomme, damit es mit dem Schulweg besser ist, zeigt mir das ja auch.

    Aber ich würde lieber auf vieles verzichten, wenn ich dafür eine gesunde Familie hätte und ich einfach ein normales Leben hätte und nicht ständig Angst um alle, und dazu noch die anderen Probleme.

    lg

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