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Thema: Auswirkungen

  1. #1
    Gast
    Gast

    Standard Auswirkungen

    Welche Auswirkungen hat erlebte Gewalt in der Kindheit auf das Leben eines nunmehr erwachsenen Menschen?

    Gewalt in Form von Schläge der eigenen Person und der Geschwister, aber auch dass mit ansehen müssen, dass sich Vater und Mutter gegenseitig Gewalt angetan haben (zu gleichen Teilen), obwohl nach außen immer eine Fassade der Gutbürgerlichkeit aufrecht gehalten wurde.

    Gibt es Literatur zum Thema?


  2. #2
    BaM
    Gast

    Standard AW: Auswirkungen

    Es hat m.M.n. immer Auswirkungen auf das spätere Leben, wenn man in der Kindheit Gewalt erleben musste. Aber was für Auswirkungen das sind, ist ganz unterschiedlich.

    Mangelndes Selbstwertgefühl, Ängste und Phobien, Panikattacken, fehlendes oder geringes Vertrauen in andere Menschen und sich selbst, Alkohol-, Drogen-, oder Medikamentenabhängigkeit, zwanghaftes Kontrollverhalten, selbstschädigendes Verhalten, innere Leere, tiefe Traurigkeit, Selbstmordgedanken, Aggressionen gegen sich und/oder andere, Überangepasstheit und so weiter und so fort... mir fielen da noch viele mögliche Auswirkungen ein.

    Und zum Thema gibt es ziemlich viel Literatur. Vor mir liegt z.B. gerade "Vergiftete Kindheit - Elterliche Macht und ihre Folgen" von Susan Forward... ob dieses Buch jetzt im Speziellen wirklich gut ist, kann ich dir nicht sagen, weil ich es nicht weiterlesen konnte, da mich irgendetwas darin getriggert hat.

  3. Für den Beitrag dankt: Yannick

  4. #3
    chrismas
    Gast

    Standard AW: Auswirkungen

    Es kommt, so denke ich, darauf an, wo man insgesamt aufgewachsen ist. Ich habe zum Beispiel auch Gewalt erlebt, sowohl in der Familie, wie auch außen herum, daher komme ich damit wohl auch sehr gut damit zu recht, denn in einem sozialen Brennpunkt ist das Normalität (ein Tag ohne Polizeieinsatz in meiner Gegend wo ich aufwuchs, war eher die Seltenheit).

    Allerdings habe ich dieses als Negativbeispiel genommen und bin komplett ander geworden, was bedeutet, dass ich Gewalt verabscheue, egal in welcher Form, aber es hält sich in Grenzen.

    Daher stehe ich auf dem Standpunkt, egal was man in der Kindheit erlebt haben mag, es ist das was du daraus machst. Entweder man lässt sich dadurch den Rest seines Lebens bestimmen oder aber man macht es anders und damit auch besser.

  5. #4
    Gast
    Gast

    Standard AW: Auswirkungen

    Vielen Dank für die Antworten.

    @Bowie
    Zur Zeit geht es mir nicht gut damit. Wobei ich noch nicht weiß warum gerade jetzt das Thema in mir hoch kommt und ich mich teilweise irrational verhalte.

    @BisAnsMeer
    Einige dieser Auswirkungen die Du aufgeschrieben hast treffen zunehmend auf mich zu. Das macht mir Angst. Wenn ich nicht aufpasse rutsche ich in die soziale Isolation.
    Ich habe mir das Buch "Vergiftete Kindheit" angesehen und einige Rezensionen gelesen und bei der Gelegenheit noch andere Bücher entdeckt.
    Bücher waren in der Kindheit meine Möglichkeit zu flüchten und heute sind sie die Möglichkeit Gedanken anderer Menschen zu erfahren, an denen es in meinem Leben mangelt, aber sicher nur, weil ich bisher nicht darüber reden wollte. Es war/ist ja alles fein (Ironie).

    @chrismas
    Ich wünsche Dir sehr, dass Du das halten kannst.
    Das war bisher auch meine Einstellung und ich hätte nicht gedacht, dass ich mich noch mal damit auseinandersetzen muss.

    Es würde mich sehr freuen wenn Ihr mir schreiben würdet wie Ihr mit Euren Erfahrungen umgeht, was Euch hilft, usw.

    Liebe Grüße
    Z.

  6. #5
    BaM
    Gast

    Standard AW: Auswirkungen

    Hi,

    magst du dich vielleicht anmelden? Dann hättest du z.B. auch die Möglichkeit dich privat mit einigen Usern auszutauschen per PN.

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    @BisAnsMeer
    Einige dieser Auswirkungen die Du aufgeschrieben hast treffen zunehmend auf mich zu. Das macht mir Angst. Wenn ich nicht aufpasse rutsche ich in die soziale Isolation.
    Ich habe mir das Buch "Vergiftete Kindheit" angesehen und einige Rezensionen gelesen und bei der Gelegenheit noch andere Bücher entdeckt.
    Bücher waren in der Kindheit meine Möglichkeit zu flüchten und heute sind sie die Möglichkeit Gedanken anderer Menschen zu erfahren, an denen es in meinem Leben mangelt, aber sicher nur, weil ich bisher nicht darüber reden wollte. Es war/ist ja alles fein (Ironie).
    Dass dir das Angst macht, ist mehr als verständlich.

    Und was die Bücher betrifft... das war auch eine meiner Überlebensstrategien. Aber ich habe nicht nur gelesen, sondern auch geschrieben - und mich so in eine andere Welt gerettet, in der alles irgendwie "gut" war, weg von der Realität eben.

    Es würde mich sehr freuen wenn Ihr mir schreiben würdet wie Ihr mit Euren Erfahrungen umgeht, was Euch hilft, usw.

    Wie gehe ich mit meinen Erfahrungen um, gute Frage - meist wohl eher schlecht als recht. Obwohl ich da wohl selbst mein größter Kritiker bin.

    Ich bin schon lange in therapeutischer und psychiatrischer Behandlung. Insbesondere mein Therapeut ist mir eine große Stütze und mit ihm zusammen habe ich große Wegstrecken auf dem Weg zur "inneren Heilung" zurückgelegt. Außerdem tut mir dieses Forum hier gut, weil ich hier viele tolle Menschen kennengelernt habe, wovon ich ein paar wenige "Freunde" nennen darf. Aber mir tut schreiben generell gut... ich schreibe viel - in Tagebücher, Gedichte, Geschichten, einfach, was mir gerade in den Sinn kommt. Und ich lese viel, vor allem psychologische Bücher, um mich, meine Verhaltensweisen, mein Fühlen und so weiter besser zu verstehen. Oder Bücher von Überlebenden, die sich jetzt als "glücklich" beschreiben, ihre Erlebnisse verarbeitet haben - das gibt mir Mut, Kraft, Hoffnung und teilweise auch neue Denkanstöße. Wobei ich dazu aber sagen muss, dass die Gefahr dabei groß ist, getriggert zu werden, ich sag es lieber vorher. Aber ich lese auch supergerne Märchen - ist auch wieder wenig dieses Flüchten in eine andere Welt. Ich höre Hörbücher, einfach um mich abzulenken. Ich bin unheimlich gern in der Natur, die Natur gibt mir Kraft, ich liebe das Meer und ja. Außerdem gibt es viele Stabilisierungs-, Imaginations- und Achtsamkeitsübungen, Meditationen und so weiter und so fort, mit denen man - wenn man offen für so etwas ist - auch irgendwie weiter kommt, die entspannen und eben irgendwie helfen.

    Ach, mir fallen gerade noch total viele Dinge ein, die (mir) helfen, helfen können oder früher halfen - und überhaupt gibt es zu diesem Thema unwahrscheinlich viel Gesprächsstoff. Wenn du dich anmelden würdest, könnte man sich vielleicht austauschen? Mir ist das hier so öffentlich ehrlich gesagt auch etwas unangenehm, irgendwie.

    Aber ist natürlich deine Entscheidung.

    Ach und: "Es ist nie zu spät für eine glückliche Kindheit.", einer der Sätze, die ich verinnerlicht habe.

    Dir viel Kraft
    BAM

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