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Thema: Händler fordert 2,5 Millionen Euro für Daten über Steuersünder

  1. #51
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    Standard zwei Anwälte -fünf Meinungen? (-;

    Tja---Auslegungssache...

    In der "juristischen Sekunde" der CD-Übergabe kann niemand
    BEWEISEN,daß es Straftat ist (da ja die CD noch im Übergang sich befindet)--- und--- danach müßte man beweisen,wer was wußte,wer wofür verurteilbar wäre...und in welcher Reihenfolge.
    Da werden sich einige Leute über Aufträge freuen.

  2. #52
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    Standard AW: Händler fordert 2,5 Millionen Euro für Daten über Steuersünder

    Ich muss sagen ich habe meine Meinung inzwischen etwas geändert. Auch unter dem Eindruck einer sehr unsympathischen schweizer Figur die ich bei Hart aber Fair gesehen habe. Der Kerl hat voll in mein neoliberales Feindbild gepasst und dann über die unmoralischen Deutschen geschimpft, die Hehlerware kaufen.

    Ich spanne den Bogen etwas weiter. Wären die schweizer Gesetze nicht so unmoralisch, dass bei ihnen das Schwarzgeld der Welt zusammenläuft (das sind ja nicht nur sandalentragende Deutsche, sondern Drogenhandel, Waffen und ähnliches dabei), dann wäre der deutsche Staat auch nicht gezwungen Hehlerware zu kaufen. Wer optimale Bedingungen für Straftaten bietet, quasi sich durch Beihilfe zu Straftaten seit Jahrzenten finanziert, der braucht sich nicht wundern, wenn andere Staaten den Rechtsbegriff ebenfalls etwa gedehter betrachten.

    Zur besonderen Moral der schweizer Bänker, dieser schöne Artikel:
    Der Spiegelfechter Blog Archive Die Schweiz, das Geld und die Moral
    Wenn du dich mit dem Teufel einlässt verändert sich nicht der Teufel.
    Der Teufel verändert dich.

  3. #53
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    Standard AW: Händler fordert 2,5 Millionen Euro für Daten über Steuersünder

    Zitat Zitat von FreshDumbledore Beitrag anzeigen
    Ich muss sagen ich habe meine Meinung inzwischen etwas geändert. Auch unter dem Eindruck einer sehr unsympathischen schweizer Figur die ich bei Hart aber Fair gesehen habe. Der Kerl hat voll in mein neoliberales Feindbild gepasst und dann über die unmoralischen Deutschen geschimpft, die Hehlerware kaufen.

    Ich spanne den Bogen etwas weiter. Wären die schweizer Gesetze nicht so unmoralisch, dass bei ihnen das Schwarzgeld der Welt zusammenläuft (das sind ja nicht nur sandalentragende Deutsche, sondern Drogenhandel, Waffen und ähnliches dabei), dann wäre der deutsche Staat auch nicht gezwungen Hehlerware zu kaufen. Wer optimale Bedingungen für Straftaten bietet, quasi sich durch Beihilfe zu Straftaten seit Jahrzenten finanziert, der braucht sich nicht wundern, wenn andere Staaten den Rechtsbegriff ebenfalls etwa gedehter betrachten.
    Drum hats mich auch gewundert, dass das Handeln der offiziellen Schweiz und Schweizer Banken (und das seit Jahrzehnten) kaum einen Stellenwert in der Diskussion um (Un)Moral hat:

    "Die Schweiz ist, ob des "Ankaufs von Hehlerware", sehr empört über Deutschland. Was aber dabei verschwiegen wird, dass die Schweiz seit Jahrzehnten ganz genau weiß, dass über diese Konten Abermillionen an Steuern in Deutschland entzogen werden. Was in dieser Höhe Verbrechenstatbestände sind. Darüber war die Schweiz nie empört. Sie hat nichts dagegen je unternommen. Klar: die Schweiz bzw. die Schweizer Banken haben dabei enorm profitiert. "

  4. #54
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    Standard AW: Händler fordert 2,5 Millionen Euro für Daten über Steuersünder

    Wieso sind diese schweizer Gesetze "unmoralisch"?
    Manch einer wird sich erinnern, daß diese Gesetze, betreffs des Bankgeheimnissen" früher in vielen Ländern, einschließlich der BRD so waren.
    Warum soll es die Schweiz überhaupt interessieren, ob diese Gelder irgendwo im Ausland hinterzogen wurden. Da ist doch nicht Aufgabe der Schweizer Banken! Zudem gibt es in der Schweiz das Delikt der Steuerhinterziehung nicht. Sollen also die Schweizer Banken Delikte verfolgen, die dort gar nicht unter Strafe stehen. Wie soll das gehen?


    Im übrigen hat die Schweiz eine ( höhere ) Abgeltungssteuer. Auch die "schwarzen" Anlagen werden mit 35% der Zinserträge zur Kasse gebeten.

    Es bleibt nur in der BRD das schwere Delikt der Steuerhinterziehung. Da sollte sich aber der Staat mal fragen, warum das so ist. Und man bedenke: Die Masse der Steuerhinterziehung in diesem Land geschieht in der Breite der Allgemeinheit.
    Glaube heißt nicht wissen wollen, was wahr ist.
    (Nietzsche, dt. Philosoph, 1844-1900, Der Antichrist)

  5. #55
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    Standard AW: Händler fordert 2,5 Millionen Euro für Daten über Steuersünder

    Zitat Zitat von mikenull Beitrag anzeigen
    Wieso sind diese schweizer Gesetze "unmoralisch"?
    Manch einer wird sich erinnern, daß diese Gesetze, betreffs des Bankgeheimnissen" früher in vielen Ländern, einschließlich der BRD so waren.
    Warum soll es die Schweiz überhaupt interessieren, ob diese Gelder irgendwo im Ausland hinterzogen wurden. Da ist doch nicht Aufgabe der Schweizer Banken! Zudem gibt es in der Schweiz das Delikt der Steuerhinterziehung nicht. Sollen also die Schweizer Banken Delikte verfolgen, die dort gar nicht unter Strafe stehen. Wie soll das gehen?


    Im übrigen hat die Schweiz eine ( höhere ) Abgeltungssteuer. Auch die "schwarzen" Anlagen werden mit 35% der Zinserträge zur Kasse gebeten.

    Es bleibt nur in der BRD das schwere Delikt der Steuerhinterziehung. Da sollte sich aber der Staat mal fragen, warum das so ist. Und man bedenke: Die Masse der Steuerhinterziehung in diesem Land geschieht in der Breite der Allgemeinheit.
    Die schweizer Gesetze sind deswegen unmoralisch, weil das Bankgeheimnis der Schweiz eben aus dem Grund geschaffen wurde, um Schwarzgeld aus dem Ausland anzulocken. Das Bankgeheimnis schützt Verbrecher und Betrüger. Das ist unmoralisch.

    Natürlich kannst du sagen, das es ein deutsches Problem ist, wenn Steuern hinterzogen werden und sich schweizer Banken darum nicht kümmern müssten. Da hast du ja auch recht damit. Nur, es ist auch nicht Aufgabe der schweizer Banken dies zu erleichtern. Die Schweiz verhält sich in dieser Sache keinesfalls neutral.
    Wenn du dich mit dem Teufel einlässt verändert sich nicht der Teufel.
    Der Teufel verändert dich.

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