Hallo ihr alle,
vorab: es ist ein ewig langer Text, aber ich bin jedem sehr dankbar, der die Kraft, Ruhe und Muse empfindet, ihn sich durchzulesen. Unabhängig davon, dass es mir natürlich helfen würde, eure Meinung und Einschätzung darüber zu hören. Zudem denke ich, dass es für viele eine Hilfe sein könnte, darüber nachzudenken, ab wann muss ich auch als dritte Person Wort ergreifen.
ich habe derzeit ein riesiges Problem, kann über wenig anderes mehr nachdenken, kaum schlafen, habe Albträume sowie Tagträume und vor allem, will ich meinem sozialem Umfeld erkläre worum es mir geht. Sie verstehen mich nicht.
Ich habe zu meiner Cousine den Kontakt abgebrochen. Das mag harmlos klingen, ist es aber nicht. Seit wir klein sind, haben wir viel Zeit miteinander verbracht, haben viele Dinge gemeinsam erlebt, sind miteinander groß geworden. Wir waren theoretisch wie Schwestern füreinander, ihr habe ich vertraut, ihr habe ich all meine Erlebnisse, Ängste, Sorgen und Hoffnungen erzählt.
Was vielleicht auch wichtig ist zu wissen, wir hatten beide eine sehr schwere Kindheit, siehe Eltern (bzw. zwei alleinerziehende Mütter) waren Alkoholiker. Das hat uns zusammen geschweißt.
Oft gab es in unserer Jugend Situationen, wo ich mir dachte, warum tut sie das, warum tut sie mir das an, wie kann sie auf meinen Gefühlen so rumtrampeln.
Doch dann habe ich beschlossen, das ganze nicht als persönlichen Angriff zu nehmen, sondern mir die Situation so zurecht zu drehen, dass ich mir gesagt habe: "Du darst das nicht persönlich nehmen, ihr geht es gerade so schlecht, sie meint das nicht böse gegen dich."
Auch vielleicht wichtig zu wissen, ich bin jetzt 27 und 2 Jahre älter als sie. Ich habe mich oft verantwortlich für sie gefühlt und ihre Attaken gegen mich verziehen, weil ich mir in jugendlichen Jahren dachte, du bist reifer, sie muss das erst lernen, sie wird sich ändern, das ist die Pubertät, irgendwann wird es besser.
Ein Beispiel aus Jugendjahren: da war ich ungefähr 17 und sie 15. Wir waren gemeinsam im Dorf meiner Oma (sehr kleines Kaff, in das wir aber so oft wie möglich gefahren sind, um dem Alltag daheim etwas zu entfliehen. Außerdem waren wir die "2 Hübschen aus der Großstadt, die den Bauernjungen sehr gefallen haben")- somit für zwei junge Mädchen ein Paradies.
Wir waren in dem einzig vorhanden Dorfrestaurant mit ein paar Bekannten.
Unter anderem auch mein Exfreund, dem Jungen, mit dem ich meinen ersten Kuss hatte. Er war sozusagen meine erste niedlichere Liebe, alles ganz harmlos und süß.
Wir unterhalten uns alle. Irgendwann kommt meine Cousine zu mir her und sagt: "Du ich gehe jetzt mit xy (dem besagten Jungen) kurz alleine weg."
Daraufhin frage ich sie, warum und was sie denn machen, noch ohne jegliche komischen Hintergedanken. Dann grinst sie mich süffisant an und meint :"mach dir keine Sorgen, Kondome hab ich grad auf dem Klo gekauft", dreht sich um und geht.
Ich sahs fassunglos da. Nun gut, jetzt mag man sich denken, eine dumme und nicht bös gemeinte Aktion einer gerade Heranwachsenden. Dachte ich mir auch und habe versucht, meine Gefühle der Enttäuschung zu unterdrücken.
Da sie noch nicht 16 war und ich auch noch keine 18, hieß es von ihrem Vater, meinem Onkel, der mit uns bei unserer Oma war, dass wir um 12 daheim sein sollten und dass ich die Verantwortung dafür hätte.
Also wartete ich auf sie. Es war halb 1 Uhr nachts und sie war immer noch nicht zurück. Da machte ich mir Gedanken, denn mein Onkel war damals sehr streng, wenn man nicht wütend sagen sagen sollte.
Ich versuchte sie auf ihrem Handy zu erreichen, versuchte meine erste Jugendliebe auf dem Handy zu erreichen, erfolglos. Beide gingen nicht ran und schalteten danach ihre Handys aus.
Es wurde eins, immer noch keine Cousine in Sicht.
Ich musste mir einen Plan einfallen lassen. Ich ging ins Haus meiner Oma, wo mein Onkel mich schon wutentbrannt an der Türe empfing.
Ich fragte, ob meine Cousine schon da sei, er sagte nein, wo sie denn wäre. Dann habe ich eine im Nachhinein sehr dämliche Ausrede erfunden und gemeint, wir wären im Restaurant gewesen, ein anderes Mädchen hätte ihre Tasche mit der von meiner Cousine verwechselt, wäre heim und sie würden sich jetzt treffen, um die Taschen zu tauschen , blablabla.
Mein Onkel glaubte mir natürlich kein Wort und lief aus dem Haus, um seine Tochter zu suchen.
Ich bekam Angst, dass er mitbekommen würde, dass sie mit nem Jungen weg ist und lief auch los, zu dem Haus von ihm.
Dort wartete ich, irgendwann kam sie raus, ich glaub es war kurz vor 2 und ich erzählte ihr, dass ihr Papa sie sucht und erklärte die ganze Geschichte und sie fuckte mich nur an, wie ich sie so verraten könnte, wie sehr sie von mir enttäuscht wäre und ob wir überhaupt Freundinnen sein könnten.
Ich weiß, diese "Kindergeschichte" klingt lächerlich, ich wollte sie nur schreiben als Beispiel, denn es hat sich bis heute nichts verändert.
Diese Situation hat sich immer und immer wieder wiederholt. Sie nahm sich immer "meine" Freunde und wollte sie verführen oder verführte sie. Klar, von den Kerlen, die mitmachten, trennte ich mich sofort, denn sie waren für mich dadurch "durch".
Nur von ihr nicht, denn irgendwann hatte ich mir die schöne Theorie aufgebaut, sie ist neidisch auf mich und möchte all das haben, was ich "besitze" und es geht ihr schlecht..... Ein Teufelskreis.
Jetzt sind wir beide erwachsen und sie hat ein dreijähriges Kind.
Während sie ihr Kind bekommen hat, habe ich studiert, in einem Studentenwohnheim gelebt, mein Leben gelebt. Das hat sie mir auch immer vorgeworfen, dass ich ja "nur Party machen würde und das Leben genießen würde" und sie schon so viel besseres täte.
Das habe ich auch auf den Neid bezogen, denn sie war ja noch so jung (21, als sie das Kind bekam) und würde halt auch gerne mal feiern gehen. Immer wieder habe ich ihr angeboten, auf den Kleinen aufzupassen, dass sie auch mal raus kann. Da hieß es immer nur, ja ne, des geht nicht, mein Kind ist schwierig und mach du nur dein Ding.
Der Vater des Kindes war in meinen Augen überhaupt nicht ihr Typ, aber da kann ich mich nicht einmischen.
Man muss dazu sagen, dass sie sich 1 Monat, bevor die zwei sich kennengelernt haben von ihrem damaligen Freund getrennt hat, ein riesiges Szenario mit wüsten Beschimpfungen und Beleidigungen, die ich ertragen musste, weil sie war ja wieder allein. Dann lernte sie diesen besagten Mann kennen, ist nach einem Monat schwanger und freut sich so sehr darauf, "eine Familie zu haben."
Ich habe mich immer gewundert, wie es sein kann ,dass sie ihn wirklich liebt, denn er war "ihr so fern", ich weiß nicht wie ich das sagen soll. Dachte mir immer, wenn sie sagt, dass sie ihn liebt, ok.
Nach zwei Jahren und zusätzlicher Heirat, erkannte sie, dass sie ihn nicht liebt. Sie war überfordert: "was jetzt tun, vor allem mit Kind?" Verständlich. Ich habe ihr immer wieder gesagt, dass sie nicht alleine ist (ihre größte Angst), dass ich immer für sie da bin.
Dann gab es die Situation, dass ich mit ihr, dem Kleinem und einem guten Freund von ihr in das mittlerweile leer stehende Haus unserer Oma gefahren bin. Ich wollte, dass sie von zuhause raus kommt und sieht, dass sie das auch alleine schafft und, dass ich für sie da bin.
Ihr guter Freund und ich haben uns dort näher kennen gelernt und in einander verliebt. Dort war noch nix, denn wir beide machten derzeit eine schwierige Zeit durch und waren durch schlechte Erfahrungen mit dem anderen Geschlecht auch sehr schüchtern und zurückhaltend.
Einige Tage nach unserem Uralub, erzählte mein jetziger Freund meiner Cousine, dass er sich in mich verliebt hätte.
Sie lachte, gaukelte Mitfreude vor, meinte nebenbei :"mit der wirds aber schwierig" und "fädelte" ein Wiedersehen ein.
Wir trafen uns wieder, er erzählte mir von seinen Gefühlen, innerlich freute ich mich, aber mich überkam auch sofort ein Gefühl der Angst, Angst vor meiner Cousine.
Wir beschlossen, die ganze Sache sehr langsam anzugehen. Meine Cousine meinte zu meinem Freund, dass sie sich so sehr für uns freue.
Keine 10 Minuten rief sie mich an, warf mir vor, dass ich sie nicht liebe und dass ihr Kind für mich doch nur ein Störfaktor in meinem Leben (ich bin seine Taufpatin) sein. Ich versuchte mit ihr zu reden, vergeblich. Der Grund: Sie hat da so ein Gefühl.
Ich sagte ihr, nur weil ich jetzt mit einem deiner Freunde zusammen bin, heißt das noch lange nicht, dass ich für sie nicht mehr da bin. Ich stoßte auf Granit. Ich sei egozentrisch und gemein, weil ich ihren Freund nur ausnützen würde, eine "Schulter zum anlehnen bräuchte", er doch so unerfahren sei und ich eine Schlampe, wegen meiner vielen Erfahrungen mit Männern.
Viele Erfahrungen mit Männern, stimmte, ich hatte diese und 98 % waren demütigend und scheiße. Ich konnte nicht verstehen, warum sich die Person, von der ich dachte, dass sie mich liebt, sich nicht dafür freut, dass ich endlich jemanden gefunden hatte, der mich nicht verarscht und der mich schätzt.
Ich bezog das wieder auf die Situation, sie ist unbewusst neidisch, weil ihr Mann nicht das ist, was sie eigentlich will und ich gerade einen "Glücksfang" gemacht habe.
Es ging weiter, sie rief die Schwester und die Mutter meines neuen Freundes ( die Mutter ist eine gute Freundin meiner Tante und seine Schwester eine Freundin meiner Cousine) an und "erzählte" ihnen von mir, dass ich eine Schlampe sei und dass sie etwas Angst davor habe, dass ich ihm das Herz brechen könnte.
Dann kam der Abend der Trennung von ihrem Mann. Sie war mit meinem neuen Freund, dessen besten Freund und einer weiteren Freundin in der Stadt unterwegs, viel getrunken, beschloss ihrem Mann, der zuhause mit Kind sahs, zu sagen, dass es vorbei sei und war kurz davor mit dem besten Freund meines Freundes nach Hause zu gehen ( mit dem hatte sie in ihrer Jugend öfter etwas).
Mein Freund konnte die beiden noch davon abhalten, also sahs sie bei meinem Freund zuhause und wollte, dass ich komm, damit sie "jemanden hat, der sie tröstet". Ich kam und töstete sie.
Eingie Tage später erzählte mein Freund mir, dass sie in dem Club wo sie in der Nacht waren, zu ihm wortwörtlich gesagt hat: "Sag mal, wie kannst du hier eigentlich noch sein?" Woraufhin er: " Warum" und sie: "Dir ist schon klar, dass sie hier mit allen Männer gevögelt hat!" Und ist dann anscheinend mit grinsendem Gesicht davon gelaufen.
Keine 3 Stunden später wollte sie mich zum trösten. Und am nächsten Tag, wo wir (mein Freund, meine Cousine und ich) in die nächste Wirtschaft sind, um etwas zu essen, wir waren alle fertig vom Abend/Morgen zuvor, weil Trennung etc., sagt sie uns ins Gesicht, dass sie jetzt zu ner Freundin fährt mit der Begründung "Dann habt ihr mehr Zeit für euch frisch Verliebte" und geht. Sie käme spät abends zurück, wir sollen ihr den Schlüssel zu der Wohnung meines Freundes verstecken.
Um drei Uhr nachts bin ich aufgewacht, keine Cousine da.
Ich machte mir Sorgen. Am nächsten Tag habe ich sie angerufen, sie sei jetzt in der Werkstatt ihres Vaters, alles gut, sie hätte bei der Freundin übernachtet. Doch blöd, jetzt steht ihr "Ex-Mann" vor der Tür und wolle mit ihr reden. Sie wüsste nicht, was sie ihm sagen solle. Daraufhin meinte ich, sage ihm, dass du ihn nicht mehr liebst, damit er versteht und akkzeptiert. Daraufhin sagte sie, dass könne sie nicht. Da wurde ich stuzig und fragte sie, ob sie ihn denn noch liebe, daraufhin sagte sie, sie hätte ihn nie geliebt, aber das möchte sie ihm nicht sagen. Sie hätte sich drei Jahre etwas vorgelogen. Ich meinte es ist sein Recht zu erfahren, dass sie ihn nicht mehr liebt, denn sonst weiß der arme Kerl ja gar nicht mehr weiter. Dass sie ihn nie geliebt hat, sollte sie ihm besser nicht sagen. Daraufhin hat sie mich als emotionslos und gefühlskrank beschimpft. Sie würde ihm sagen, dass sie noch Gefühle für ihn hätte, aber nicht wissen würde, ob es ausreicht.
Am selben Abend erfuhr ich, dass sie bei keiner Freundin war, sondern bei einem Kerl, der 2 Tage später bei ihr und dem Kind eingezogen ist. Übrigens hat sie in der Trennungsnacht gemeint, sie könne diese Wohnung nicht mehr betreten, weil sie sie so sehr an ihren Mann erinnern würde.
Ihr Ex-Mann hat sich kurze Zeit später in einer psychischen Klinik einweisen lassen. Sie hat ihn nie besucht und sie hat auch nie wirklich um ihn getrauert, sondern gemeint, daran sieht man wie gestört er war.
Der neue war von da an ihr nächster Anker in ihrem Leben.
Wir hatten wieder Kontakt, aber durchgehend mit sehr komischen Gefühlen belastet. Als ich erfahren und letztenedendes selbst mit erleben musste, wie ihr neuer Kerl sie schlägt, sind bei mir die "Sicherungen" durchgebrannt. Ich habe versucht ihr zu sagen, dass sie sich trennen muss, wegen sich UND wegen ihrem Kind. Aber diese Aussage war für sie Hochverrat.
Ab da an ging es los, dass sie sagte, ich würde sie unterdrücken, sie nicht für zurechnungsfähig halten, mich in ihr Leben einmischen, sie bevormunden, sie entmündigen und mich über sie stellen.
Ich habe damals meiner Tante (auf NACHFRAGE!) davon berichtet, dass der neue Kerl sie schlägt. Das war dann für sie über sie lästern.
Als ich damals meine Cousine auf ihre Aussage zu meinem Freund angesprochen habe, dass ich ja mit allen Männern in diesem besagten Club "gevögelt" hätte, warum sie das sagt, warum sie derartige Lügen über mich verbreitet und ob sie möchte, dass er sich von mit trennt, hat sie mir gegenüber nur erwidert, du redest ja auch schlecht über andere.
Als ich ein Beispiel wollte hat sie gemeint, ich hätte gesagt, dass meine Tante spinne, weil sie zu Weihnachten 3 Gänse machen wollte. Das stimmt sogar, aber ich habe das nur gesagt, weil meine Tante (ihre Mutter) uns alle ausgeladen hat, als sie aufgrund falscher Aussagen gehört hat, dass ich nicht bereit wäre eine von den 3 Gänsen in mein Ofenrohr zu schieben.... Wahnsinn!!!
Und auf keinen Fall vergleichbar!!!
Als mein Freund sie darauf angesprochen hat, warum sie so etwas sagt, kam nur eine Heulattacke und eine Rechtfertigung damit: "ich hab halt Gefühle im Gegensatz zu ihr und ich bin halt eifersüchtig gewesen!"
Da frage ich mich aber: ist Eifersucht ein Gefühl? Und vor allem gegen die Person, die man angeblich liebt?
Ich habe ihr damals versucht zu erklären, dass mich das zu tiefst verletzt hat und dass sie uns damit eigentlich denn Boden, die Basis unserer Freundschaft, unserer Verbundenheit unter den Füßen weggezogen hat, kam als Antwort nur "Ich hab dich doch lieb" und eine Umarmung.
Mittlerweile ist mir bewusst, dass sie keine Emphatie besitzt, dass sie mich nur als ein Werkzeug für ihr Leben braucht.
Als die ganze Situation eskalierte ( ich erzählte ihrer Mutter, dass ihr neuer Freund sie schlägt und das noch als richtig empfindet- hat er mir ins Gesicht gesagt) war es für sie wohl zu viel....
Sie hat überall in meinem Umfeld Gerüchte über mich verbreitet, versucht mich von meinem Freund zu trennen, den selber nochmal angerufen und gesagt, dass ich ihn nicht lieben würde und ihn unterdrücken würde.
Als sie erfahren hat, dass sich die Mutter meines Freundes beim Friseur war (sie ist Friseurin und hat ihr sonst immer die Haare geschnitten), war dann alles vorbei.
Für sie war das Hochverrat, Verschwörung von mir inszeniert. Sie hat mich als Psychopatin beschimpft, meinen Freund als lächerlich dargestellt, weil seine Mutter ja angeblich mal mit ihrem Vater geschlafen hätte und uns alle als verlogene und intrigante Personen abgestempelt.
Ich weiß, das ist ein extrem langer Text und er zeigt dennoch nur einen winzigen Ausschnitt über meine Beziehung zu meiner Cousine, dennoch hoffe ich, dass er das Grundprobelm aufzeigt und ich danke jedem der bis hier hin die Muse hatte zu lesen.
Mein jetziges Probelm ist nicht mehr, meine Cousine zu verstehen oder ihr Verhalten bzw. eine Lösung dazu zu finden. Die einzige Lösung, die es gab, war kompletter Kontaktabbruch, so schwer wie es mir gefallen ist, ich empfinde es im Nachhinein als einzig richtig und notwendig.
Mein jetziges Problem, ist ein Teil meines sozialen Umfeldes: mein Freund, dessen Mutter und Schwester. Alle drei haben mich erst nach meiner Cousine und meiner Tante kennengelernt.
Deswegen fällr es ihnen so schwer die Intriganz, die Gemeinheit, die Gewalt und die Wahrheit beim Namen zu nennen.
Alle sagen imer zu mir: "sei doch so stark und verzeihe. Diesen Leuten geht es schlecht und daraus rührt ihr Fehlverhalten, also musst du doch verzeihen können."
Ich war sprachlso, als ich derartige Aussagen hörte, denn ich fühlte mich und fühle mich immer noch in meiner Individualität angegriffen. Nur weil dritte Leute, die irgendwie mit dem ganzen verbunden sind, es für bequemer halten, dass ich "klein bei gebe", bzw. mich und mein ethisches Moralverständins komplett über Bord werfen soll, nur damit es keinen weiteren Streit gibt, habe ich nicht verstehen können. Deren Begründung ist immer: "aber schau, es geht ihnen doch so schlecht, deswegen machen sie so etwas."
Ach ja, was ich noch nicht erwähnt hatte, wegen "denen": Meine Tante sitz mindestens 4 mal wöchentlich bei der Mutter meines Freundes am Küchentisch und lästert über mich und meine Mutter (ist die Frau ihres Cousins). Sie gräbt alte Geschichten aus, um sie auf mich zu projezieren. Genauso wie meine Cousine ihr Fehlverhalten, mit dem sie sich niemals auseinandersetzen möchte, jetzt komplett auf mich abwälzt, nach dem Motto "Du bist doch genauso".
Meine Tante sitzt anscheinend sogar dar und beklagt sich und ihr Schicksal, warum ich ihr das antue, sie mit ihrer Tochter und mit der ganzen Situation alleine zu lassen, denn sie hätte mich doch mit groß gezogen.
Ich sitze daraufhin da und denke mir, genau deswegen dürftest du doch nicht schlecht über mich reden... Warum? Ich dachte, du würdest mich schätzen und lieben. Ich liebe dich doch dafür, dass du mir in meinen "schwierigen Phasen" immer geholfen hast. Und genau deswegen liebst du mich. Und du könntest all diese scheiß Situationen unabhängig deiner Tochter betrachten.
Doch das muss wohl alles Vergangenheit sein....
Mein jetziges Problem: Warum vesteht mich niemand? Warum nennt niemand diese Bosahftigkeit, diese Gewalt beim Namen?
Warum hoffen alle aufgrund ihrer Bequemlichkeit, nicht konsequent über das Geschehene nachzudenken und Rückschlüsse ziehen zu müssen, auf meine "Verzeihung".
Bin ich kein eigene Person, der es gewährt, dass sie selber darüber urteilen kann und das Recht darauf hat zu entscheiden, mit wem sie Kontakt haben möchte und mit wem nicht.
Aussage der Mutter meines Freundes war: " Ach du, kannst du ihr (deiner Cousine) nicht verzeihen? Dann könnten wir alle zufrieden die EM schauen?"
Die sonstigen Aussagen, die fallen: " Ach, denen geht es doch so schlecht, du darfst das alles nicht so ernst nehmen."
oder: "Mei, die sind halt so und werden sich auch nicht mehr ändern.."
oder, wenn ich mal versuche, mich und meinen "radikalen Beschluss" zu erklären: "Mei, die sind halt so und werden sich auch nicht mehr ändern. aber was geht mich das an. Das musst du mit deiner Cousine ausmachen. Hoffentlich bald, damit wieder Ruhe herrscht Ich misch mich da nicht ein."
Jetzt frage ich, wenn mich jemand vergewaltigen würde, wären dann auch derartige Aussagen am Start? Wären wir vielleicht so weit, dass man ähnlich diesem Zusammenhang sagt: "Ach mei, der hat des nicht so gemeint, er war halt grad "drauf""
?
Oder die Tatsachen dementiert: "Das kann nicht sein, dass er dich vergewaltigt hat?" Und dann mit, leider in unserer Gesellschaft sehr gängigen Entlastungen, wie "ja, aber du hast ja auch nen Mini-Rock getragen und hast ihm einmal zu tief in die Augen geblickt", banalisiert?
Was geschieht da gerade? Kann es sein, dass man Opfer und Täter nicht unterscheiden will, weil die allgemeine Überzeugung herrscht: "Für einen Bruch in der Beziehung/Verbindung sind immer zwei zuständig?"
Was ist, wenn das nicht stimmt, oder wenigstens nicht in all unseren Beziehungen?
Gibt es Leute, denen es man nie recht machen kann?
Und wie stehe ich als DRITTE Person dazu?
Muss ich es mir mit fadenscheinigen Argumenten zurecht legen, damit ich kein Urteiel fällen muss?
Muss ich das Argument bringen: " Mei es geht ihr halt grad so schlecht" oder "
mei, die ist halt auch echt immer nur Opfer und rutscht von einer Scheiße in die nächste?"
Auch wenn beide Behauptungen stimmen mögen, ist das eine Rechtfertigung für deren niederträchtiges Verhalten?
Und wieviel muss/darf oder sollte die ins Fadenschein gehobenene oder als Sündenbock deklarierte Person ERTRAGEN?
Warum muss ich überhaupt ERTRAGEN? Warum habe ich kein Recht darauf zu sagen: "Nein, mit mir nicht!"?
Warum muss ich die Starke sein, da ich ja mehr Kribs und EMPHATIE besitze, um es all den Leuten in meinem Umfeld recht zu machen, bzw. IHNEN die LAST des DARÜBER NACHDENKENS zu nehmen?
Auf wessen Kosten geht das? Auf die meiner Person!
Und warum darf ich den Vergleich des Vergewaltigens nicht bringen? Bringe ich sie in eine Zwangslage, über den wahren Gehalt, über die wahre Gehässigkeit und über die wahre GEWALT nachzudenken?
Verbale Gewalt und körperliche Gewalt sind in unserer Gesellschaft sehr weit voneinander getrennt. Zu Recht auch.
Aber ich frage, was ist schlimmer: zu sehen, dass die Person, die behauptete dich zu lieben, dich zu schätzen, der du all dein Inneres offenbart hast, dich verrät und dich zugrunde richten will.
Oder die Person, die dir auf der Straße begegnet, dich packt und körperlich bloßstellt. Die gönnt dir auch keine persönliche Eigenheit, aber sie kennt diese nicht.
Das schlimmste ist es wohl, wenn beides aufeinander trifft. Damit möchte ich die Situation einer körperlichen Vergewaltigung nicht pauschalisieren! Das ist EIN VERBRECHEN!!!!
Und ich weiß nicht, was mich dazu treibt, aber all dies, was ich erfahren musste ( und ich musste in einem Absatz oben Beschildertes ebenfalls erfahren) für ganz ganz schrecklcich und gewalttätiges Verhalte erfahren!
eure XX



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