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Lautstarkes Denken - An alle Motivationsbremsen

von am 02.12.2016 um 22:57 (267 Hits)
Vorweg gesagt – Ich habe vermutlich eine viel zu extrem und individuelle Grundeinstellung zu diesem Thema, sodass ich mir dazu wohl lieber stillschweigend meinen Teil denken sollte. Aber mal ganz im Ernst – Die Gedanken im Kopf einzusperren, dass ist für mich der Inbegriff von Zeitverschwendung. Ja, klar gibt es Dinge, die sollte man vielleicht nicht gerade jedem direkt auf die Stirn tackern ... Dennoch empfinde ich 'überwiegendes Stillschweigen' eher als Charakterschwäche. Jedenfalls sollte man nicht all zu viel vom Leben erwarten, wenn man seine Gedanken und Meinungen (aus welchen Gründen auch immer) überwiegend und bewusst nicht zur Sprache bringt.


Wann hast du zuletzt ehrliche Wertschätzung empfunden und diese dem Betroffenen auch gezeigt? Sie zu empfinden, das ist einfach. Schließlich musst du dafür absolut gar nichts tun, dein Gegenüber löst dieses Gefühl schließlich in dir aus. Heutzutage wird darauf überwiegend mit Ignoranz reagiert, nämlich gar nicht. Oder auch gerne mal mit Neid, eine eckelhafte Empfindung, die einzig und allein durch die Unzufriedenheit mit sich selber ausgelöst wird. Die dadurch wachsende Frustration muss natürlich irgendwo hin, am besten zu einem Menschen, der irgendwie besser sein könnte, als man selber.
Ein absolut gängiges und nicht ungewöhnliches Verhalten und ich vermute, diese Motivationsbremsen sehen ihre Umgangsweise bei solchen Empfindungen als natürlich an, ich befürchte das nicht mal ein Gedanke daran verschwendet wird.


Eine Thematik, die sich irgendwie in alle Lebensbereiche einschleichen kann, wenn man sie denn erkennt. Aus persönlichen, aktuellem Anlass werfen wir mal kurz einen Blick auf das Arbeitsleben.
Ein Arbeitgeber bzw. Vorgesetzter muss sich auf die Treue seines Mitarbeiters verlassen können. Eine wie ich finde ganz simple und zutreffende These.
Treue, Zuverlässigkeit, Engagement, Firmen und Gewinnorientiertes handeln.
Meines Erachtens sind das wichtige Arbeitnehmer Leistungen, diese vom Arbeitgeber nicht unbedingt nur erwartet – sondern auch gefordert werden sollten.
(Anforderungen. In vielen Gehörgängen ein eher negativ belasteter 'Ausdruck' – da werden schließlich Erwartungen gestellt. Oft bricht bereits vorzeitig die Unsicherheit aus. Seltsam! Jemand erwartet etwas von mir und ich reagiere darauf mit Unsicherheit oder gar Abneigung, vielleicht tritt man schlussfolgernd sogar den Rückzug an.
Chronisch charakteristische Arbeitsunfähigkeit, so finde ich)
Ich schweife ab.
Tauschen wir nun wieder die Persönlichkeit und schlüpfen in die Rolle eines zuverlässigen und engagierten Arbeitnehmers. - Umgeben von Vorgesetzten, die du stillschweigend in deinem Kopf (in solch einem Fall ist der Gedankenknast wohl sinnvoll) als Motivationsbremsen beschimpfst.
Neid, Missgunst, Pessimismus – trotz allen Bemühungen. Ein konstanter, unmenschlich erniedrigender Kontext zwischen Arbeitgeber und dem Angestellten.
Die mutmaßlich finanzielle Abhängigkeit des Arbeiters wird öfter mal genutzt, um sich selber den Verpflichtungen als Führungskraft (Fairness? Loyalität? Wertschätzung?) zu entziehen, vermutlich wird auch hier wieder mal wenig bis gar kein Gedanke daran verschwendet.
Und nun? Aufgeben
oder Durchsetzen....
Man selber entscheidet ganz alleine seine Rolle im Drehbuch, sollte man doch seine eigene Regieführung niemals abgeben.
Lässt du dich am Filmset -wie von einem Joystick gesteuert- völlig Fremdgesteuert in eine dir innerlich haarsträubend wiedersprechende Rolle pressen... So wirst du eine von unzähligen Marionetten, weil das immer der einfachste Weg zu sein scheint. Da mag etwas Wahres dran sein, aber 'einfach' bedeutet nicht gleich 'besser' oder gar 'richtig'. Kontrollabgabe zur eigenen Entlastung, endet meist -früher oder später- in einem katastrophalen Gemütszustand, was dann irgendwann als Depression o.ä betitelt wird. Zur Bereinigung wird dann oft dein ganzes Leben seziert, natürlich wieder Fremdgesteuert. Gelenkt von einer Person, diese sich das Recht dazu nimmt, da auf einem Stück Papier steht, dieser Mensch hätte dies gelernt. Gib einer Sache einen Namen und die große Mehrheit glaubt daran. Scheinbar alles Namenlose Gestalten...?
Worauf ich hinaus will - Ein Marionetten Leben ist ein Teufelskreis, lässt du dir einmal die Schnüre anlegen, kommt jeder in die Versuchung, sie zu bedienen.
Willst du das so - Dann lebe einfach damit. Solange du nicht jemand anderen auf die Anklagebank setzt, solltest du nur selten Zufriedenheit empfinden.
Greif zur Schere.

Ich finde....
Wertschätzung und Loyalität
sollte man nicht blind von jedem erwarten dürfen.
Leider ist das so.

Nun habe ich hier echt einen haufen Buchstaben hinterlassen, wollte ich mich doch eigentlich nur kurz ein bisschen über meinen Chef aufregen

Ende vom Lied:
Ich frage es mich viel zu oft – wieso verliert sich solch eine kraftvolle Eigenschaft in der Masse unserer (ich finde) zum Teil zwischenmenschlich unterentwickelten Zeitgenossen?
.......

Lauter stillschweigende Antworten.

Aktualisiert: 03.12.2016 um 12:41 von This.is.Life

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Tagebuch

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