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Thema: Längere Zeit krankgeschrieben, in der Zeit Kündigung erhalten wie bewerbe ich mich?

  1. #1
    Gast
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    Standard Längere Zeit krankgeschrieben, in der Zeit Kündigung erhalten wie bewerbe ich mich?

    Hallo,

    bevor ich zum eigentlich Anliegen kommen, muss ich etwas ausholen.

    Hatte im Oktober vergangenen Jahres eine Lungenembolie und habe diese gerade so überlebt. Musste nach meinem Krankenhausaufenthalt zur Kur (Anschlussheilbehandlung). Aufgrund dieses einschneidenden Ereignisses war ich nervlich sehr stark angeschlagen. Ich litt unter starken Schlafstörungen und Angst-/Panikattacken. Im Jahr 2009 war ich schon einmal wegen Depressionen in Behandlung und diese traten (obwohl ich sie vor diesem Ereignis gut im Griff hatte) auch wieder auf. Aufgrund dessen musste ich nochmal für längere Zeit in eine psychosomatische Klinik. Bevor ich in die Klinik ging, erhielt ich von meinem Arbeitgeber eine fristgerechte Kündigung. Ich habe gegen diese Kündigung nicht wiedersprochen, da es eh nicht der Traumjob war und ich mich während ich diesen Job hatte, immer wieder auf andere Stellen beworben habe. Beim Arbeitsamt (ich habe dort eine sehr nette Sachbearbeiterin) wurde mir mitgeteilt, dass ich mich erst arbeistlos melden muss, wenn ich wieder gesund bin.

    Zur Zeit bin ich zwar aus der Reha wieder zu Hause, aber noch immer krankgeschrieben. Jetzt meine eigentliche Frage: "Wie formuliere ich am besten ein Bewerbungsschreiben?"

    Ich bin zwar noch die nächsten vier Wochen krankgeschrieben, aber ich möchte nicht nutzlos zu Hause sitzen und warten bis ich in die Arbeitslosigkeit rutsche. Vielleicht ist es mir ja möglich, dass ich aus der Krankheit heraus einen Job finde und mich somit gar nicht beim Amt melden muss.

    Bin für jeden Hinweis/Tipp von Eurer/Ihrer Seite sehr dankbar.

    Liebe Grüße und einen angenehmen Tag.

    Ps. Bin gelernte Rechtsanwaltsfachangestellte und habe die letzten 2 Jahre als kaufmännische Angestellte gearbeitet. Würde gerne wieder in den Rechtsbereich, wäre aber im Moment über jede Büroanstellung in Vollzeit dankbar. (Vollzeit, da ich nur eine Teilzeitanstellung hatte und immer gern Vollzeit arbeiten wollte.

  2. #2
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    Standard AW: Längere Zeit krankgeschrieben, in der Zeit Kündigung erhalten wie bewerbe ich mic

    hi
    du kannst dir im internet alles ausdrucken was du für die bewerbung brauchst.
    gruß nang

  3. #3
    Gast
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    Standard AW: Längere Zeit krankgeschrieben, in der Zeit Kündigung erhalten wie bewerbe ich mic

    Hallo

    wie man eine Bewerbung schreibt an sich kann schon eine halbe Wissenschaft sein, schliesslich kann man aller halbe Jahre rund Seminare mitmachen zum Thema "wie bewerbe ich mich richtig".
    Das wichtigste, was ich gemerkt habe ist, das du dich bei der Formulierung des Anschreibens nicht zusehr verstellen solltest. Sicher- ein Anschreiben sollte schon höflich und strukturiert sein, aber auch nicht in althochdeutsch verfasst werden. Du willst ja schließlich einen qualifizierten Eindruck machen.

    Du bist, wenn ich das richtig verstanden habe, ersteinmal einen Monat krank geschrieben und sollst dich dann im Arbeitsamt melden wegen der Arbeitslos-Antragsstellung. Natürlich kannst du jetzt schon Bewerbungen schreiben, die meisten Unternehmen lassen sich bei ihren Antwortschreiben ohnehin mehr als einen Monat Zeit- ich hatte schon viele dabei, die erst nach über einem halben Jahr überhaupt eine Empfangsbestätigung zugeschickt hatten.
    Aber es schadet natürlich nicht, wenn du deinen frühestmöglichen Eintrittstermin mit angibst. (Was dein Vorgesetzter wissen will, bekommt er über lang oder kurz selbst heraus- wenn du interessant genug für ihn bist)

    Es spricht nichts dagegen, wenn du dir jetzt schon ein paar für dich interessante Firmen heraussuchst und dir Gedanken machst, wie du dich von dem (pardon) Einheitsbrei (ich hasse dieses Wort) heraushebst. Bringe deinen Arbeitswillen mit ein, deine Lernbereitschaft, und, als besonderes Bonbon vielleicht ein Erfolgserlebnis aus deiner letzten Arbeitsstelle.
    Gut macht es sich ausserdem, praktische Beispiele miteinzubeziehen. Zbsp. nicht "ich bin in den umfangreichen programmen von microsoft bewandert" sondern " die gängigen programme von microsoft sind mir nicht neu, ich benutze für das erstellen von diagrammen excel, für präsentationen powerpoint etc.
    also, nicht nur schreiben, das du etwas kannst, sondern auch ein bisschen hintergrundwissen einbauen.

    Und wenn du soweit gekommen bist, und es erst einmal zum Gespräch geschafft hast, und du ganz explizit gefragt wirst, wie es um deine gesundheit steht, dann musst du ehrlich sein. (Kündigungsgrund wenn nicht)
    In erster Linie geht es darum, dich gut zu verkaufen und deinen willen und wissensdurst zu belegen, jeder von uns hat schwächen, aber nur die wenigsten kämpfen gegen sie an.

    Und ich persönlich finde, dass du eine Arbeit in Vollzeit suchst, ist schon ein pluspunkt- das zeigt engagement!

    Sich anregungen aus dem Netz zu suchen ist nicht verkehrt, aber nicht zu viel übernehmen, sonst wirkt es nicht als würdest du die bewerbung nur für einen bestimmten arbeitgeber schreiben. Denk dran, jeder will für etwas besonderes gehalten werden, egal ob du als Mensch oder ein Unternehmen. Ohne Feedback - keine Entwicklung

    Ich hoffe das hilft dir etwas

  4. #4
    Gast
    Gast

    Standard AW: Längere Zeit krankgeschrieben, in der Zeit Kündigung erhalten wie bewerbe ich mic

    Hi,

    ich habe da eine etwas andere Sichtweise - gelernt bei einer Assessment-Center-Vorbereitung für Vorstellungsgespräche als Pilot (bei denen "persönlicher Schwäche" ein besonders heikles Thema ist).

    Hüte dich vor allem vor sog. "second guessing"! Damit ist gemeint, dass du deine - vermeintliche - Schwäche (Krankheit) von dir aus so lang und breit zum Thema machst, dass du die Gegenseite genau damit verschreckst. In dem Bestreben, voreilige Entschuldigungen und Erklärungen zu geben - weil man glaubt diese liefern zu müssen - redest du dich überhaupt erst in ein Problem hinein.

    Im Bewerbungsschreiben brauchst du von längerer Krankheit überhaupt nicht reden. Du schreibst - sinngemäß - nur hin, dass du ab "Termin XY" eine neue Aufgabe suchst - fertig.
    Im Lebenslauf ist die Lücke ggf. sichtbar. Das darfst du auch nicht beschönigen indem du die Daten frisierst, weil das wäre ein sofortiger Kündigungsgrund wenn es auffliegt (und es fliegt auf weil deine Sozialversicherungsdaten nicht stimmig sind und die Lohnbuchhaltung merken könnte, dass irgendwas nicht passt).
    Ich würde da auch nicht mit diesen üblichen flachen Standardausreden (Reise, Selbstfindung, Sabbatical, blabla) kommen. Wenn die Lücke da ist und nicht verdeckt werden kann - okay, dann ist es so. Wer dich will weil alles andere passt, nimmt dich trotzdem. Kleinere Lücken hat heute fast jeder irgendwo, Leute werden heute z. B. arbeitslos und haben dann ne Lücke. "Arbeitssuchend" wäre z. B. auch eine ganz gute Erklärung um nicht "krank" schreiben zu müssen :-)

    Im Vorstellungsgespräch dasselbe: kein "second guessing"!!! Entschuldige die Fehlzeit nicht in irgendeiner Weise solange niemand fragt! Mit vorauseilenden Erklärungen machst du es erst zum Thema und weckst dann selber einen Argwohn, der sonst vielleicht nie entstanden wäre. Du solltest eine Erklärung parat haben falls gefragt wird - man kann das ja "besser" oder "schlechter" erklären und sollte es natürlich möglichst positiv - aber ehrlich - erklären. Aber ohne große "Schuldeingeständnisse", gebückte Haltung oder andere Anzeichen von Demut. Du warst halt krank - na und? Das kann jedem passieren und es ist kein Grund sich zu schämen.

    Ich glaube auch nicht, dass das ein Riesenproblem gibt - mach' vor allem selber keins daraus! Im Augenblick werden ja eher Leute gesucht, also stehen deine Chancen recht gut.

  5. #5
    Gast
    Gast

    Standard AW: Längere Zeit krankgeschrieben, in der Zeit Kündigung erhalten wie bewerbe ich mic

    Zitat Zitat von Gast Beitrag anzeigen
    Und wenn du soweit gekommen bist, und es erst einmal zum Gespräch geschafft hast, und du ganz explizit gefragt wirst, wie es um deine gesundheit steht, dann musst du ehrlich sein. (Kündigungsgrund wenn nicht)
    Ganz so stimmt das nicht. Man muss Erkrankungen nur dann erwähnen oder Fragen danach ehrlich beantworten wenn die Erkrankung für die spätere Berufsausübung relevant sein könnte. Wer sich also als Busfahrer bewirbt und Alkoholiker ist, oder Epileptiker und soll Maschinen bedienen, MUSS das erwähnt werden und Fragen zur Erkrankung ehrlich beantwortet werden. Ansonsten ist es, wie von dir beschrieben, ein Kündigungsgrund. Kann man ja auch verstehen...

    Sollte die Erkrankung aber Vergangenheit sein oder die zukünftige Arbeit nicht negativ beeinträchtigen, muss man Fragen dazu nicht beantworten, man darf flunkern und muss es auch selber nicht ansprechen. Der Gesetzgeber räumt einem das Recht ein sich in einem Bewerbungsgespräch positiv darzustellen und Negatives nicht zu erwähnen oder nicht statthaften Fragen durch nicht ganz ehrliche Beantwortung auszuweichen.

    Falls man Leistungen der ARGE bezieht kann man sogar Ärger kriegen wenn man einen potentiellen Job dadurch nicht bekommt, dass man treudoof und unnötigerweise einen Ablehnungsgrund provoziert, z. B. durch unnötige Erwähnung einer Erkrankung.

    Bei einer ausgestandenen Lungenembolie darf man wohl davon ausgehen, dass das erledigt ist und keine weitere Bedrohung mehr darstellt. Bei einer Depression könnte es natürlich anders aussehen - aber auch da würde ich eher die Klappe halten wenn es momentan im Griff ist.

    Im Lebenslauf würde ich die Krankheitszeit als "arbeitssuchend" umschreiben. Bei einer Lungenembolie hätte ich im Vorstellungsgespräch auch keine Bedenken sie zu erwähnen. Das ist ja keine nachhaltige, aus Sicht eines Arbeitsgebers negativ beeinträchtigende Sache mit ständiger Rückfallgefahr, sondern "gesundheitliches Pech", das jedem passieren könnte - und einem wohl auch nicht negativ ausgelegt wird.

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